Warum Kosmetik ohne Mikroplastik besser für dich und die Erde ist

2023-05-19 Angela Ursem
Waarom cosmetica zonder microplastics beter is voor jou en de aarde

Man kann noch so viele Make-up-Tücher darüberlegen, dicke Schichten Greenwashing draufschmieren oder Dinge mit einer ordentlichen Portion Make-up verschleiern – Tatsache bleibt, dass viele (große) Unternehmen in der Kosmetikbranche bewusst weiterhin Mist zu Kosmetik, Shampoos und Hautpflegeprodukten hinzufügen.

Mikroplastik ist „forever plastic“ und nicht abbaubar. Das ist ein großes Problem, denn es landet über deinen Duschabfluss im Wasser. Und weil die Teilchen zu klein sind, um aus dem Wasser gefiltert zu werden, gelangen sie in unser gesamtes Ökosystem. Deshalb ist Kosmetik ohne Mikroplastik besser für dich und die Erde.

Die verborgene Realität hinter Mikroplastik

Kosmetikprodukten werden bewusst winzige Plastikpartikel zugesetzt. Mikroplastik sind winzige (flüssige) Plastikteilchen. 2013 wurden die größeren Partikel (die früher u.a. in Peelings verwendet wurden) glücklicherweise bereits verboten, aber bis heute werden noch immer mehr als 500 Arten von Mikroplastik bewusst Kosmetik und anderen Produkten zugesetzt.

Darf die Kosmetikindustrie einfach so Mikroplastik verwenden? Indem ständig neue Formen von Mikroplastik entwickelt werden – immer kleiner und immer flüssiger – ist es weiterhin möglich, Mikroplastik in Kosmetikprodukten einzusetzen. Das Gesetz verbietet derzeit nur die alten/größeren Partikel, aber Hersteller waren inzwischen so clever, allerlei neue Formen zu entwickeln, die nicht unter diese Gesetzgebung fallen.

Weil Hersteller diese eingeschränkte Definition von Mikroplastik nutzen, schreiben manche trotzdem 'ohne Mikroplastik' auf ihre Produkte. Es ist notwendig, dass wir eine einheitliche Definition von Mikroplastik festlegen, damit Hersteller sich nicht länger hinter solchen leeren Worten verstecken können.

Folgen von Mikroplastik für deine Gesundheit

Im März 2022 erschien außerdem eine neue Studie der Vrije Universiteit Amsterdam, die zeigte, dass dieses Plastik auch ins menschliche Blut gelangen kann. Quelle: Environmental International, Heather A. Leslie et al.

Über die möglichen Gesundheitsrisiken dieser Plastikteilchen besteht noch Unklarheit, aber viele Wissenschaftler:innen sind besorgt über die Folgen für die menschliche Gesundheit. Untersuchungen müssen noch zeigen, ob und wie leicht sich diese Teilchen in Organen wie dem Gehirn verbreiten oder welche Auswirkungen sie auf Immunzellen haben.

Folgen für die Umwelt

Die Plastic Soup Foundation leistet bahnbrechende Arbeit, um Mikroplastik aus Kosmetik zu verbannen. So haben sie die Beat the Microbead App, mit der du ganz einfach deine Produkte scannen kannst, aber sie betreiben auch viel Forschung.

So haben sie diesen Bericht erstellt, in dem u.a. 10 bekannte Marken bis auf die kleinsten Mikroplastikteilchen untersucht wurden. Spoiler: Bei fast 90% dieser Marken stellte sich heraus, dass ihre Produkte Mikroplastik enthalten.

Mikroplastik sammelt sich massenhaft in den Ozeanen an und stellt ein großes Umweltproblem dar. Es treibt in Wassermassen, sinkt auf den Meeresboden oder wird von Plankton, Fischen und Schalentieren aufgenommen. Dadurch gelangt es in die gesamte Nahrungskette und stört Ökosysteme: Tiere werden geschwächt, Pflanzen haben geringere Wachstumschancen und die Biodiversität nimmt ab. Laut der Plastic Soup Foundation gelangen jährlich zwischen 5 und 13 Millionen Tonnen Plastik in die großen Ozeane. Das schadet nicht nur Meerestieren, sondern auch Korallenriffen und Küstengebieten, wodurch ganze Ökosysteme unter Druck geraten.

Warum mikroplastikfreie Kosmetik wählen?

Wir finden, dass Unternehmen Verantwortung übernehmen und aufhören sollten, Produkte mit Mikroplastik herzustellen. Aber als Verbraucher:in hast du durchaus Macht und Einfluss! Mit deinem Kauf bestimmst du mit, was weiterhin produziert wird, und so kannst du einen Unterschied machen. Kosmetik (Zahnpasta, Deo, Cremes, Seren, Cleanser, Sonnenschutz) benutzen wir jeden Tag. Jeden Tag kannst du also verhindern, dass Mikroplastik in die Umwelt gelangt, indem du dich für (Haut-)Pflege ohne Mikroplastik entscheidest.

Die Mission von Food for Skin: Kosmetik ohne Mikroplastik

Was macht Food for Skin bei der mikroplastikfreien Gesichtspflege aus?

  • Food for Skin fügt seinen Inhaltsstoffen absolut kein Mikroplastik hinzu. Mehr noch: Alle unsere Inhaltsstoffe sind natürlichen Ursprungs und werden in einer möglichst reinen Form verwendet.
  • Wir verwenden Glasflaschen und -tiegel, um das Risiko einer Kontamination (Verunreinigung) mit Plastik zu vermeiden. Nicht jedes in Plastik verpackte Produkt enthält automatisch Mikroplastik. Ein Kontaminationsrisiko besteht durchaus, hängt aber von der Art des Plastiks ab und davon, ob eine Schutzschicht vorhanden ist.
  • Die Sonnenschutztuben aus 100% recyceltem Plastik aus den Niederlanden haben innen eine biologisch abbaubare Schicht, damit das Kontaminationsrisiko minimiert wird.
  • Die Plastic Soup Foundation hat all unsere Produkte geprüft, und wir haben für alle Produkte das Siegel ‘No plastics inside’ erhalten.

Fazit: Deine Wahl macht den Unterschied

Kleine Schritte machen den Unterschied! Kaufe bewusst ein und entscheide dich für Pflege ohne Mikroplastik. Möchtest du wissen, wie du Mikroplastik in Inhaltsstofflisten erkennst und welche Alternativen es gibt? Lies dann unseren praktischen Stufenplan für Hautpflege ohne Mikroplastik.

Häufig gestellte Fragen zu Mikroplastik

Welche Kosmetika enthalten kein Mikroplastik?

Glücklicherweise wächst das Angebot an Kosmetika ohne Mikroplastik. Food for Skin ist natürlich 100% frei von Mikroplastik, aber es gibt weitere Marken, die hier ein gutes Beispiel geben, wie Naïf, Weleda, Loveli, Zarqa und Dr. Hauschka.

Warum verwenden Marken immer noch Mikroplastik in Kosmetika?

Mikroplastik wird verwendet, weil es billig und multifunktional ist. Es wird aus Erdöl hergestellt und ist daher ein besonders kostengünstiger Inhaltsstoff. Es wird als Bindemittel, für Glanz, zum Peeling oder zur Geschmeidigkeit verwendet. Für viele große Marken ist dies der Grund, es weiterhin zu verwenden, denn ohne Mikroplastik würden die Kosten eines Produkts um ein Vielfaches höher sein.

Sind Mikroplastik wirklich schädlich für meine Gesundheit?

Sie werden inzwischen in unserem Körper wiedergefunden (z. B. im Blut und in der Lunge). Harte Beweise für direkte Schäden gibt es noch nicht, aber es gibt Bedenken: Mikroplastik kann Entzündungen hervorrufen und schädliche Substanzen mit sich führen.

Was ist der Unterschied zwischen Mikroplastik und Nanoplastik?

Mikroplastik sind kleine Plastikpartikel, kleiner als 5 mm. Nanoplastik ist noch viel kleiner (weniger als 0,0001 mm) und kann daher leichter tief in den Körper eindringen, beispielsweise in Zellen.

Was bewirkt die Gesetzgebung gegen Mikroplastik?

Die EU verbietet seit 2018 Mikroplastik in Kosmetika wie Peelings. Ab 2023 gilt ein breiteres Verbot für das absichtliche Hinzufügen von Mikroplastik zu Produkten (wie Kosmetika, Reinigungsmitteln und Düngemitteln), mit Übergangsfristen von einigen Jahren für Hersteller.

Was kann ich selbst tun, um Mikroplastik zu vermeiden?

Lade die Beat the Microbead App der Plastic Soup Foundation herunter und mit einem Scan des Barcodes siehst du sofort, ob Mikroplastik enthalten ist!

Neugierig auf Food for Skin? Starte mit einem Probierset!