„Natürlich“ ist allgegenwärtig … Grüne Verpackungen mit Vögeln und Bienen, Werbung im Wald und vollmundige Versprechen. Der Begriff wird eifrig verwendet, aber was bedeutet er eigentlich?
Für uns ist das kein Marketing-Slogan oder eine Masche, sondern eine gelebte Philosophie. Wir wollen unseren Kunden gegenüber ehrlich, transparent und klar sein, und deshalb setzen wir auf 100 % natürliche Inhaltsstoffe. Denn wenn etwas zu 98 % natürlich ist, was sind dann die restlichen 2 %?
Auf dieser Seite gehen wir der Bedeutung natürlicher Hautpflege und ihren Nuancen auf den Grund.
Was versteht man laut Experten unter natürlicher Hautpflege?
Bei natürlicher Hautpflege handelt es sich um Produkte, die aus Inhaltsstoffen natürlichen Ursprungs hergestellt werden: Gemüse, Früchte, Samen, Kerne, Pflanzen, Mineralien, und ohne synthetische Zusätze wie Parfüm, Parabene, Silikone, künstliche Duftstoffe, Farbstoffe und Mikroplastik.
Es geht um Herkunft, Verarbeitung und Hautverträglichkeit. Leider gibt es keine offiziellen Regeln, wann etwas als natürlich gilt. Gut zu wissen: Natürlich bedeutet nicht zwangsläufig mild und allergenfrei. Auch Naturprodukte können viele reizende Substanzen enthalten.
Warum der Begriff „natürlich“ so unklar geworden ist
In der Schönheitsindustrie ist „natürlich“ zu einem Sammelbegriff geworden, der auf alles geklebt wird, was sich verkauft. Durch geschicktes Marketing und vage Behauptungen wurde der Begriff so oft missbraucht, dass er an Bedeutung und Glaubwürdigkeit verloren hat.
Von Hautpflege bis hin zu Verkaufsgeschichten
Die Nachfrage nach Naturkosmetik und Biokosmetik ist in den letzten Jahren explosionsartig gestiegen. Und das ist kein Zufall. Wir achten immer mehr darauf, was wir unserem Körper zuführen und was wir auf ihn auftragen. Genau wie unser Körper braucht auch unser größtes Organ – die Haut – Nährstoffe in Form von Vitaminen und Mineralstoffen.
Immer mehr Menschen entscheiden sich für Produkte mit ehrlichen, nachvollziehbaren Inhaltsstoffen. Keine unnötigen Zusatzstoffe, keine komplizierten INCI-Listen, sondern einfach nährende Rezepturen, die guttun und Gutes bewirken.
Doch wenn ein Trend entsteht, springen Marken eifrig auf ihn auf. Leider nicht immer mit den richtigen Absichten. Begriffe wie „natürlich“, „grün“ oder „clean“ werden inflationär verwendet, selbst wenn das Produkt selbst wenig damit zu tun hat. Die Verpackung sieht aus, als käme sie direkt vom Bauernhof, aber ein Blick auf die Zutatenliste macht schnell klar: Hier geht es um Marketing, nicht um eine Mission.
Genau deshalb ist es so wichtig, kritisch zu bleiben. Zu lernen, worauf man achten sollte. Und Marken zu wählen, die transparent über ihre Inhaltsstoffe und deren Zweck informieren. Denn natürliche Hautpflege sollte sich nicht nur gut anfühlen, sondern auch wirklich gut tun. Für dich und für unseren Planeten.
Warum „natürlich“ kein geschützter Begriff ist
Erschwerend kommt hinzu, dass „natürlich“ kein rechtlich geschützter Begriff ist. Der Begriff „natürlich“ ist nicht gesetzlich definiert. Es gibt keine offizielle Stelle, die festlegt, ob ein Produkt diese Bezeichnung verwenden darf, anders als beispielsweise bei Bio-Lebensmitteln.
Jede Marke kann es auf ihre Verpackung drucken, selbst wenn sie nur einen einzigen Tropfen Pflanzenextrakt neben einer Unmenge synthetischer Füllstoffe enthält. Das macht es Ihnen als Verbraucher unnötig kompliziert. Denn woher sollen Sie wissen, was das Richtige ist, was wirkt und was sich einfach gut für Ihre Haut anfühlt?
Warum ist es noch kein geschützter Begriff? Wir glauben Folgendes.
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Druck aus der Branche. Große Akteure der Kosmetikindustrie profitieren von vager Terminologie. Dadurch können sie Trends leicht für sich nutzen, ohne ihre Rezepturen tatsächlich zu ändern. Eine strikte Definition von „natürlich“ würde viele Marken zwingen, ihr gesamtes Sortiment umzuformulieren.
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Die Komplexität der Inhaltsstoffe. Viele Inhaltsstoffe existieren sowohl in natürlichen als auch in synthetischen Varianten oder liegen irgendwo dazwischen (z. B. als naturbasiert). Dies erschwert eine eindeutige Definition und macht sie anfällig für Missbrauch.
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Für die Regulierungsbehörden hat Kosmetik eine geringe Priorität. Kosmetika unterliegen weniger strengen Regulierungen als Lebensmittel oder Arzneimittel, insbesondere im Hinblick auf Werbeaussagen. Der Fokus liegt primär auf der Produktsicherheit, nicht auf der Terminologie.
Warum die Schönheitsindustrie einen Neustart braucht
Heutzutage muss man als Verbraucher fast schon Chemiker sein, um sich durch die endlosen Werbeversprechen, Inhaltsstofflisten und „grünen“ Versprechen zu kämpfen. Jedes Produkt verspricht etwas anderes. Der Markt ist überfüllt, widersprüchlich und unnötig kompliziert. Statt Ruhe und Klarheit führt Hautpflege immer häufiger zu Stress und Reizüberflutung.
Übermäßige Hautpflege und Verbraucher
Neue Trends folgen Schlag auf Schlag. Heute ist Retinol der Retter in der Not, morgen muss man plötzlich alles mit Säuren meiden. Und währenddessen häufen sich die Produkte: Für jede Hautpartie, jede Tageszeit und jedes „Problem“ gibt es eine Lösung. Doch all diese Veränderungen und die vielen Schichten an Pflegeprodukten bringen die Haut aus dem Gleichgewicht. Oft braucht sie weniger, nicht mehr.
Marketing statt Hautbiologie
Die Verpackung glänzt, die Creme duftet nach einem tropischen Cocktail und glitzert in der Sonne (perfekt für Instagram!). Doch all dieser Schnickschnack bringt der Haut oft wenig. Im Gegenteil: Duft- und Farbstoffe sind häufig die ersten Auslöser für Hautirritationen. Schluss mit dem Glitzer und Glamour – zurück zum Wesentlichen: Hautpflege, die Ihrer Haut wirklich guttut. Sie braucht Ruhe, eine regelmäßige Pflegeroutine und Inhaltsstoffe, die sie unterstützen, anstatt sie zu überdecken.
Worin besteht der Unterschied zwischen natürlicher, naturbasierter und synthetischer Hautpflege?
Es ist gut, den Unterschied zwischen natürlich, naturbasiert (oder natürlich gewonnen) und synthetisch zu verstehen.
Was verstehen wir unter natürlichen Inhaltsstoffen?
Natürliche Zutaten sind aus der Natur gewonnene Substanzen (Gemüse, Früchte, Samen, Kerne, Pflanzen), die nur minimal verarbeitet werden. Ihre ursprüngliche Struktur bleibt weitestgehend erhalten. Das Endprodukt behält daher seine ursprüngliche Form nahezu bei.
Ein gutes Beispiel hierfür ist kaltgepresstes Öl. Es bleibt ein natürlicher Inhaltsstoff, da zwar das Öl mechanisch aus einer Pflanze oder Frucht gepresst wird, dabei aber keine Hitze oder Chemikalien zum Einsatz kommen.
Deshalb verwenden wir bei Food for Skin so oft wie möglich kaltgepresste Öle. So bleiben wir nah an der Natur und gewährleisten die größtmögliche Reinheit der Öle. Zudem bleiben wertvolle Nährstoffe und bioaktive Verbindungen durch die Kaltpressung optimal erhalten.
Was bedeutet naturbasiert?
Naturbasierte Produkte basieren stets auf natürlichen Rohstoffen, die anschließend verarbeitet werden. Viele Inhaltsstoffe werden verarbeitet, um sie sicher, stabil und wirksam für die Anwendung auf der Haut zu machen. Ein gutes Beispiel hierfür ist ein Extrakt: Er wird aus einer Pflanze gewonnen, häufig durch Wasserextraktion oder Trocknung, wodurch die Wirkstoffe konzentriert werden.
Wir wählen bewusst die schonendsten Verarbeitungsmethoden, um die ursprüngliche Zusammensetzung und Funktion der Pflanze bestmöglich zu erhalten. Minimaler Eingriff bedeutet, dass die natürlich vorhandenen Bestandteile intakt und funktionsfähig bleiben.
Wird ein natürlich vorkommender Stoff so stark verarbeitet, dass seine ursprüngliche Struktur nicht mehr auf die Natur zurückgeführt werden kann, gilt er als synthetisch. Die Grenze ist kein fester Zeitpunkt, sondern der Grad der Verarbeitung: Je mehr Schritte, desto künstlicher der Prozess und desto weiter entfernt sich ein Inhaltsstoff von natürlichen zu synthetischen Eigenschaften.
Sind synthetische Inhaltsstoffe immer schlecht?
Nein. Synthetisch bedeutet nicht zwangsläufig schädlich. Manche Substanzen sind in synthetischer Form stabiler. Die Wirksamkeit eines Inhaltsstoffs hängt mehr von seiner Formulierung und Zusammensetzung im Endprodukt ab als von seinem natürlichen oder synthetischen Ursprung.
Das Problem entsteht, wenn synthetische Inhaltsstoffe lediglich aus Gründen der Textur, Haltbarkeit oder des Marketings hinzugefügt werden, ohne einen wesentlichen Beitrag zur Hautgesundheit zu leisten. Einige synthetische Inhaltsstoffe können zudem hormonell wirksam oder krebserregend sein. Manchmal handelt es sich dabei um Substanzen, die jahrelang zugelassen und dann verboten wurden.
Beispiele hierfür sind:
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Trimethylbenzoyldiphenylphosphinoxid (TPO) Ein Stoff, der in Gel-Nagellack und anderen UV-Produkten für die Aushärtung des Gels sorgt, wird in der EU ab dem 1. September 2025 verboten sein, da er als potenziell reproduktionsschädigend (CMR) eingestuft ist.
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Lilial – ein häufig verwendeter synthetischer Duftstoff, der in der EU seit März 2022 aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Reproduktion in Kosmetika verboten ist.
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Die drei Wirkstoffe Octocrylen, Oxybenzon und Octinoxat in Sonnenschutzmitteln geraten zunehmend wegen möglicher hormoneller Störungen, Hautreizungen und Umweltschäden, insbesondere an Korallenriffen, in die Kritik.
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Hormonstörende Wirkung (insbesondere Oxybenzon und Octinoxat)
Neben möglichen Hautproblemen stellt dies auch ein Problem für den Planeten und die Natur dar. Synthetische Substanzen wie Mikroplastik (auch bekannt als „Ewigkeitsplastik“) gelangen über Duschabflüsse in die Umwelt und verschmutzen unseren Planeten.
Wann ist Hautpflege nicht mehr natürlich?
Die Definition ist für uns eindeutig: Ein Naturprodukt sollte ausschließlich natürliche und naturnahe Inhaltsstoffe enthalten. Wie bereits erwähnt, setzen wir daher auf 100 % Natürlichkeit, damit Sie sicher sein können, dass es keine unnötigen Silikone, Mikroplastik oder übermäßige Duftstoffe enthält.
Es gibt zahlreiche Apps und Websites, die Ihnen helfen , Zutaten zu scannen , damit Sie Entscheidungen basierend auf Ihren Prioritäten treffen können.
Welche Position vertritt Food for Skin zur natürlichen Hautpflege?
Bei Food for Skin steht die Haut selbst im Mittelpunkt. Wie funktioniert Ihre Hautbarriere und wie können Sie sie unterstützen, anstatt sie vollständig zu überdecken?
Hautbiologie als Ausgangspunkt
Ihre Haut ist Ihr größtes Organ und ein lebender Mechanismus. Eine natürliche, unsichtbare Schicht ( das Mikrobiom ) bedeckt Ihre Haut. Hier leben natürliche Öle, Viren und Bakterien, die für das Funktionieren Ihres natürlichen Ökosystems sorgen. Die Behandlung dieser Hautbarriere mit aggressiven, austrocknenden Inhaltsstoffen kann dieses empfindliche Ökosystem beeinträchtigen, zerstören oder sogar zum Erliegen bringen. Dies führt zu einer unausgeglichenen, empfindlichen Hautbarriere, die Hautprobleme verursachen kann. Deshalb setzen wir auf die Unterstützung Ihrer Haut mit natürlichen Inhaltsstoffen.
Warum wir mit pflanzlichen Inhaltsstoffen arbeiten
Wer uns schon länger folgt, weiß: Wir bei Food for Skin lassen uns nicht von Inhaltsstoffen blenden, die plötzlich auf TikTok viral gehen. Wir recherchieren gründlich, was wirklich wirkt. Manchmal sind Trend-Inhaltsstoffe durchaus berechtigt, aber meistens werden sie nur als Marketinginstrument missbraucht.
Wir verwenden pflanzliche Inhaltsstoffe, weil deren Wirkstoffe, lange Anwendungstradition und wissenschaftliche Untermauerung mit einem funktionalen Ansatz in der Hautpflege übereinstimmen. Nicht weil es ein Trend ist, sondern weil es funktioniert.
Heutzutage werden natürliche Inhaltsstoffe oft in Peptide und Aminosäuren aufgespalten. Niacinamid ist einer dieser Trendwirkstoffe. Wussten Sie aber, dass Niacinamid (Vitamin B3) natürlicherweise in Chia- oder Reiskleieöl vorkommt? Peptide sind kurze Aminosäureketten, die die Haut unterstützen können – auch sie sind derzeit in aller Munde. Anstatt sie synthetisch hinzuzufügen, verwenden wir Öle wie Sonnenblumen-, Kürbis- und Weizenkeimöl, die sie von Natur aus enthalten.
Die großen Kosmetikkonzerne sind ständig auf der Suche nach Innovationen, denn die verkaufen sich gut. „Sonnenblumenöl“ klingt vielleicht nicht so aufregend wie „Hightech-Peptidkomplex“, daher sieht man bald Regale voller neuer Cremes. Auch Vitamin C als separate Zutat zu bewerben, ist im Trend, obwohl es in den meisten Obst- und Gemüsesorten bereits enthalten ist.
Wir beteiligen uns daran nicht. Wir bevorzugen die Verwendung reiner Öle, die von Natur aus Vitamine, Mineralien und Antioxidantien enthalten.
Wir verzichten außerdem auf Füllstoffe: weder Wasser noch Mikroplastik als billige Füllstoffe. Alle Inhaltsstoffe haben ihren Sinn. Erfahren Sie hier mehr über die Vorteile wasserloser Hautpflege.
Fazit: Was natürliche Hautpflege wirklich bedeutet
Bei natürlicher Hautpflege geht es nicht um ein grünes Etikett mit leeren Versprechungen, sondern um Wirksamkeit, Herkunft und Ehrlichkeit. Wir von Food for Skin setzen auf Einfachheit, Transparenz und Inhaltsstoffe, die wirklich wirken. Nicht, weil es auf der Verpackung steht, sondern weil sie wirken. Treffen Sie bewusste Entscheidungen; lesen Sie weiter und erfahren Sie, wie Sie natürliche Hautpflege erkennen und anwenden, abgestimmt auf Ihren Hauttyp.





