Natürliche Sonnencreme: Was ist das, wie wirkt sie und welche solltest du wählen

2025-06-30 Angela Ursem
Natuurlijke zonnebrand: wat is het, hoe werkt het en welke je moet kiezen

Sonnenschutz ist wichtiger denn je. Nicht nur wegen der Zunahme von Hautkrebs, sondern auch wegen des wachsenden Umweltbewusstseins. Natürliche Sonnencreme gewinnt daher an Beliebtheit. Aber was genau ist natürliche Sonnencreme? Wie unterscheidet sie sich von synthetischer (auch chemisch genannter) Sonnencreme? Und ist sie sicher für Kinder, Menschen mit empfindlicher Haut oder Ekzemen? Kurz gesagt: Suchst du eine Sonnencreme, die gut für deine Haut und die Umwelt ist? Dann bist du hier richtig. In diesem ausführlichen Artikel geben wir klare Antworten auf alle Fragen rund um natürliche Sonnencreme, mit Fakten, Zahlen, Erfahrungen und unabhängigen Quellen.

In diesem Artikel erfährst du:

  • Was ist eine natürliche Sonnencreme?

  • Ist es ein chemischer oder synthetischer Filter?

  • Unterschiede zwischen natürlicher und synthetischer Sonnencreme

  • Nano versus non-nano

  • Was macht natürliche Sonnencreme einzigartig?

  • Ist Sonnencreme schädlich für Korallen?

  • Sind alle natürlichen Sonnencremes sicher und wirksam?

  • Welche Inhaltsstoffe solltest du vermeiden in "gewöhnlichen" Sonnenschutzmitteln?

  • Welche Marken bieten nachhaltige Sonnencreme an?

  • Natürliche Sonnencreme für Kinder und empfindliche Haut (wie Ekzeme)

  • Umweltfreundlichkeit von natürlicher Sonnencreme

  • Was bedeutet wasserfest bei Sonnencreme?

  • Wie wählst du den richtigen LSF bei natürlicher Sonnencreme?

  • Praktische Tipps für den sicheren Gebrauch von natürlicher Sonnencreme

Was ist natürliche Sonnencreme?

Natürliche Sonnencreme ist eine Art Sonnenschutzprodukt, das hauptsächlich aus mineralischen UV-Filtern besteht, wie Zinkoxid und Titandioxid, anstelle von synthetisch-chemischen Filtern. Mineralische Filter wirken, indem sie eine physische Barriere auf der Haut bilden: Sie reflektieren und blockieren UV-Strahlen, während synthetisch-chemische UV-Filter (wie Oxybenzon oder Avobenzon) die Strahlung absorbieren und in Wärme umwandeln. Natürliche Sonnencremes enthalten außerdem oft pflegende Inhaltsstoffe aus der Natur, wie pflanzliche Öle und natürliches Wachs, und meist keine Mikroplastik, Parabene oder künstliche Duftstoffe.

Chemisch oder synthetisch?

Im Volksmund wird natürliche Sonnencreme oft mit chemischer Sonnencreme verglichen. Eigentlich ist das keine gute Wortwahl, da alle Cremes auf chemische Weise hergestellt werden. Ein chemischer Prozess bedeutet nicht automatisch, dass etwas "Unnatürliches" oder "Synthetisches" im Spiel ist. Er bezieht sich einfach auf das Mischen, Konservieren, Verdicken oder Stabilisieren von Stoffen, um ein Endprodukt herzustellen. Deshalb wäre der Vergleich natürlich/mineralisch versus synthetisch treffender.

Unterschiede zwischen natürlicher und synthetischer Sonnencreme

  • UV-Filter: natürliche Sonnencreme verwendet mineralische Filter (Zinkoxid, Titandioxid) und nicht-mineralische Sonnencreme verwendet synthetische Filter.

  • Wirkweise: Mineralische Filter reflektieren UV-Licht. Synthetische Filter absorbieren es.

  • Inhaltsstoffe: synthetischer Sonnenschutz enthält oft synthetische Zusatzstoffe wie Parabene, Duftstoffe, Mikroplastik. Natürlicher Sonnenschutz meist nicht. Möchtest du sicher sein, dass 0 % synthetische Stoffe enthalten sind? Dann wähle eine 100 % natürliche Variante.

  • Umweltauswirkung: synthetische Filter werden mit Schäden an Korallenriffen und Wasserlebewesen in Verbindung gebracht (mehr Erklärung unten); mineralische Filter in Non-Nano-Form (mehr Erklärung unten) sind umweltfreundlicher.

  • Hautreaktionen: natürliche Sonnencreme ist oft besser für Menschen mit empfindlicher Haut und Allergien.

Da mineralischer Sonnenschutz mehr auf der Haut liegen bleibt, kann er sich dicker anfühlen oder einen 'weißen Schleier' hinterlassen. Früher liefst du oft wie ein Gespenst herum, aber heutzutage sind viele Formeln so entwickelt, dass der weiße Schleier minimiert wird, ohne Abstriche beim Schutz zu machen.

Nano versus non-nano

Nanopartikel sind so klein, dass sie leicht in deine Haut aufgenommen werden können, aber auch in Plankton, Korallen und Fische. Non-Nano-Partikel werden weniger leicht aufgenommen, da sie größer sind. Der Vorteil ist, dass dies sicherer für Umwelt und Körper ist (weniger Aufnahme). Der Nachteil ist, dass die Textur etwas dicker und weniger transparent ist. Zum Glück ist es trotzdem möglich, daraus eine feine, gut verstreichbare Creme zu machen, zum Beispiel mit schönen Fruchtölen.

Was macht natürliche Sonnencreme einzigartig?

Natürlicher Sonnenschutz nutzt (non-nano) mineralische Filter, die einerseits die Umwelt weniger belasten und andererseits für empfindliche Haut geeignet sind. Synthetische Sonnencreme kann möglicherweise schädlich für Korallen und Meereslebewesen sein.

Auf Verpackungen siehst du immer häufiger 'reef safe' oder 'ocean friendly'. Achtung, das sind keine geschützten Begriffe, jeder könnte das also auf die Verpackung drucken. Schau dir die Zutatenliste genau an.

Ist Sonnencreme schädlich für Korallen?

Vorweg gesagt: Meer und Korallen hätten wahrscheinlich am liebsten überhaupt keine Sonnencreme. Aber wie stark sind die Beweise, dass synthetische Sonnencreme schädlich für Korallen ist? Die Wissenschaft dahinter ist ziemlich eindeutig, aber es gibt Nuancen. Es gibt mehrere Laborstudien, die direkte Schäden durch Stoffe wie Oxybenzon, Octinoxat und Octocrylen zeigen. Diese Stoffe verursachen DNA-Schäden und führen zu Deformationen, Wachstumsverzögerungen und Korallenbleiche. Quelle: Forschung von C A Downs et al. in Archives of Environmental Contamination and Toxicology. Auch bei den mineralischen Filtern Zinkoxid und Titanoxid wurden Laborstudien durchgeführt, die zeigten, dass diese Filter in Form von unbeschichteten Nanopartikeln schädlich für Korallen sein können. Quelle: Shengwu Yuan et al., Environmental Science & Technology 2023.

Die Nuance liegt darin, dass dies in der Natur noch nicht zu 100 % nachgewiesen ist. In offenen Gewässern ist es schwierig, direkte Zusammenhänge herzustellen, da es viele andere Faktoren gibt, die das Korallensterben beeinflussen (Verschmutzung, globale Erwärmung, Überfischung). Auch sind die Konzentrationen der UV-Filter niedriger als in Labortests.

Obwohl über die genauen ökologischen Auswirkungen in freier Wildbahn noch diskutiert wird, ist der wissenschaftliche Konsens, dass bestimmte UV-Filter ein Risiko darstellen, weshalb sie in einigen Gebieten auch verboten sind.

Deshalb entscheiden wir uns für das, was derzeit als die sicherste Option gilt: non-nano, unbeschichtetes Zinkoxid als mineralischer Filter.

Sind alle natürlichen Sonnencremes sicher und wirksam?

Nicht jede als 'natürlich' verkaufte Sonnencreme bietet den gleichen guten Schutz. Wähle Produkte mit klarem UVA- und UVB-Schutz und mindestens LSF30. Achte darauf, dass die Filter non-nano sind, da Nanoform möglicherweise über die Haut in den Körper aufgenommen werden kann und ein unklares Umweltprofil hat. Achte vorzugsweise auch auf zusätzliche Gütesiegel.

Fakten und Zahlen:

  • Die EU erlaubt maximal 25 % Zink- oder Titandioxid in Sonnencreme. Quelle: gov.uk.

  • Nur zwei UV-Filter sind von der FDA als sicher anerkannt: Zinkoxid und Titandioxid. Quelle: fda.gov.

  • Oxybenzon wurde bei 97 % der getesteten Personen im Blut nachgewiesen (CDC, USA). Quelle: U.S. Centers for Disease Control (CDC).

Welche Inhaltsstoffe solltest du in "gewöhnlichen" Sonnenschutzmitteln vermeiden?

Viele gängige synthetische UV-Filter stehen wegen möglicher hormoneller Störungen, Allergien und negativer Umweltauswirkungen in der Kritik:

  • Oxybenzon (Benzophenon-3): im Zusammenhang mit möglichen hormonstörenden Eigenschaften, verminderter Fruchtbarkeit, gefunden in Muttermilch. In vielen tropischen Ländern wegen Schäden an Korallenriffen verboten.

  • Octocrylen: zerfällt zu Benzophenon (möglicherweise krebserregend), schädlich für Korallen, oft in ca. 2.400 Sonnenschutzprodukten weltweit enthalten.

  • Homosalat: möglicherweise hormonstörend, beschleunigt die Aufnahme anderer Stoffe durch die Haut, in Europa mittlerweile auf 1,4 % begrenzt.

  • Octinoxat: möglicherweise hormonstörend und schädlich für Meereslebewesen.

  • Avobenzon: zerfällt unter Sonnenlicht, muss mit anderen synthetischen Stabilisatoren kombiniert werden, was Nebenwirkungen verursachen kann.

  • Parabene und Phthalate: synthetische Konservierungsstoffe, die den Hormonhaushalt stören können.

Verschiedene Studien zeigen, dass diese Stoffe leicht über die Haut in den Körper gelangen. Achte auf Etiketten, vermeide die oben genannten Inhaltsstoffe und wähle vorzugsweise natürliche Sonnencreme mit transparenten Inhaltsstoffen.

Welche Marken bieten nachhaltige Sonnencreme an?

Zum Glück bieten immer mehr Marken schöne, natürliche Sonnencremes mit möglichst geringer Belastung für die Erde an.

Einige 100 % natürliche Sonnenschutzmarken ohne Mikroplastik sind:

  1. Food for Skin LSF30. 100 % natürlich, non-nano Zinkoxid, 100 % PCR-Tube, sehr pflegend, ohne Duftstoff, hergestellt in den Niederlanden.

  2. Beach Street, non-nano Zinkoxid, plastikfrei.

  3. Nourished. Zinkoxid, hergestellt in den Niederlanden, mit Vanilleextrakt.

  4. Loveli. Non-nano Zinkoxid. Wähle die Variante ohne Duftstoff.

  5. Loïs Lee. Non-nano Zinkoxid. Achtung: LSF20.

  6. Inika. Zinkoxid, ohne Duftstoff.

  7. Witlof Skincare. LSF30-Tagescreme mit Zinkoxid (achte darauf, genug aufzutragen!).

  8. SMPL. Titandioxid, nano-beschichtet. Ohne Duftstoff.

Natürliche Sonnencreme für Kinder und empfindliche Haut (wie Ekzeme)

Natürliche Sonnencreme ist meist geeignet für Babys, Kinder und Menschen mit empfindlicher oder ekzemgeneigter Haut. Mineralische Filter wie Zinkoxid bilden eine Schicht auf der Haut und dringen kaum bis gar nicht in den Körper ein. Dies minimiert das Risiko von Reizungen und hormonellen Störungen. Achte darauf, dass das Produkt keinen Duftstoff oder schlechte Alkohole enthält, da diese ebenfalls oft ein Auslöser sind.

Umweltfreundlichkeit von natürlicher Sonnencreme

Synthetische Sonnenschutzmittel können beim Schwimmen ins Meer gelangen. Einige UV-Filter, wie Oxybenzon, Octocrylen und Octinoxat, werden mit möglichen Schäden an Meereslebewesen, einschließlich Korallen, Fischen und Plankton, in Verbindung gebracht. Aus diesem Grund haben mehrere Länder, vor allem in tropischen Gebieten, die Verwendung dieser Inhaltsstoffe inzwischen verboten. Mineralische Sonnencreme, insbesondere mit non-nano Zinkoxid, gilt allgemein als die umweltfreundlichste Option.

Achtung: 'Reef safe' oder 'ocean friendly' sind keine geschützten Begriffe. Überprüfe daher immer die Zutatenliste.

Was bedeutet wasserfest bei Sonnencreme?

Wasserfest bei Sonnencreme bedeutet, dass das Produkt nach Kontakt mit Wasser noch eine bestimmte Zeit Schutz bietet. Bei gewöhnlicher Sonnencreme wird sie beim Schwimmen oder Schwitzen schneller abgewaschen. Auch für Korallen und Meereslebewesen ist es besser, wenn der Sonnenschutz möglichst gut auf deinem Körper bleibt.

Dennoch wird empfohlen, dich nach dem Schwimmen erneut einzucremen, da ein Teil durch Reibung, Abtrocknen usw. abgehen kann.

Wie wählst du den richtigen LSF bei natürlicher Sonnencreme?

Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie viel länger du gegen UVB-Strahlung geschützt bist. LSF30 bedeutet ca. 97 % Schutz, LSF50 etwa 98 %. Für Kinder, Menschen mit heller Haut oder bei längerer Sonnenexposition wird mindestens LSF30/50 empfohlen. Wähle immer 'Breitband'-Schutz (UVA und UVB). Dies steht deutlich auf der Verpackung guter natürlicher Sonnenschutzprodukte.

Praktische Tipps für den sicheren Gebrauch von natürlicher Sonnencreme

  • Trage großzügig auf: nimm zwei Finger (in der Länge) pro Körperteil. Zum Beispiel: zwei für Arme, zwei für Hals und Gesicht usw. Quelle: KWF.

  • Wiederhole alle 2 Stunden und immer nach dem Schwimmen, Schwitzen oder Abtrocknen.

  • Vergiss Ohren, Nase, Hals, Füße und die Rückseite der Beine nicht.

  • Zieh Kindern luftige Kleidung an, verwende einen Hut/eine Kappe und schützende Kleidung als zusätzlichen Schutz.

  • Meide die Sonne zwischen 12 und 15 Uhr, wenn die Strahlung am stärksten ist, und suche generell öfter den Schatten auf.

  • Wähle wenn möglich umweltfreundliche, recycelbare Verpackungen (zum Beispiel eine 100 % PCR-Tube).

  • Zusätzliche Tipps

Fazit

Natürliche Sonnencreme bietet eine wirksame und relativ umweltfreundliche Alternative zu herkömmlicher Sonnencreme. Besonders bei Kindern, empfindlicher Haut, Ekzemen oder umweltbewussten Nutzern ist natürliche Sonnencreme die einfachste und beste Wahl. Achte beim Kauf genau auf die Inhaltsstoffe, achte auf 'non-nano'-Mineralien und wähle wenn möglich duftstofffreie Varianten. Vergiss nicht: eine Sonnencreme, so gut sie auch ist, bietet niemals einen vollständigen 100%igen Schutz. Brate nicht stundenlang in der Sonne, schütze dich auch mit Kleidung und suche den Schatten auf.

Häufig gestellte Fragen zu natürlichem Sonnenschutz

Was ist natürlicher Sonnenschutz und wie unterscheidet er sich von synthetischem Sonnenschutz?

Natürlicher Sonnenschutz verwendet mineralische, physikalische UV-Filter anstelle von chemischen/synthetischen und enthält in der Regel weniger belastende Stoffe.

Ist natürlicher Sonnenschutz für Kinder mit empfindlicher Haut oder Neurodermitis geeignet?

Ja, sofern parfum- und allergenfrei. Natürlicher Sonnenschutz mit ausschließlich Zinkoxid oder Titandioxid ist die am meisten empfohlene Wahl.

Wird man durch natürliche Sonnencreme auch braun?

Ja, du wirst trotzdem braun und bildest Vitamin D. Du verbrennst nur nicht so schnell.

Ist natürliche Sonnencreme wasserfest?

Prüfe, ob das Produkt wasserabweisend ist. Eine regelmäßige Wiederholung ist unerlässlich, da es durch Schwitzen, Schwimmen und Abtrocknen von der Haut abgetragen wird.

Warum weißer Schleier bei natürlicher Sonnencreme?

Das liegt an der reflektierenden Wirkung von Zinkoxid/Titandioxid. Dieser Filter bleibt auch auf deiner Haut, anstatt von ihr aufgenommen zu werden. Heutzutage sind die mineralischen Formeln so entwickelt und mit schönen Ölen angereichert, um den weißen Schleier zu begrenzen.

Wie lange ist natürlicher Sonnenschutz haltbar?

Beachte das Mindesthaltbarkeitsdatum oder PAO (Period After Opening) auf dem Produkt selbst. Im Durchschnitt 12 Monate nach dem Öffnen.

Sind natürliche Öle wie Himbeersamenöl als Sonnenschutz ausreichend?

Nein, diese bieten nicht genügend Schutz. Verwende immer zertifizierte Sonnencreme. Wenn ein Lichtschutzfaktor auf einer Tube angegeben ist, muss dieser auf diesen Schutzfaktor getestet worden sein.

Können natürliche Sonnenschutzmittel Allergien auslösen?

Manchmal: besonders auf Duftstoffe kann empfindliche Haut reagieren, aber letztendlich kann man immer auf etwas allergisch sein, auch wenn es natürlich ist.

Neugierig auf Food for Skin? Starte mit einem Probierset!